. Ich fotografiere Vorder- und Rückseite meines Führerscheins, ändere digital den Namen und drucke die Bilder am Foto-Kiosk der nächstgelegenen Drogerie überlebensgroß aus...
...dann fotografiere ich die manipulierten Bilder mit der App und nehme ein Selfie auf. Der „KI-gestützte Prozess“ bestätigt die Echtheit der Bilder in Sekundenschnelle. Gesamtdauer des “Angriffs”: 30 Minuten.
Ausweislich der Verimi ID-Wallet bin ich inzwischen stolzer Besitzer mehrerer digitaler Führerscheine sowie einer Schweizer Staatsbürgerschaft (kann nie schaden). Ein digitaler Dokumentengenerator beschleunigt das ganze Prozedere.
Die Unsicherheit des Foto-Ident ist allseits bekannt. Foto-Ident wird daher in Deutschland nur in Sektoren eingesetzt, die keiner besonderen Regulierung unterliegen. Unklar bleibt, warum Verimi das Verfahren beim zweiten Versuch eines digitalen Führerscheins für geeignet hielt.
Vielleicht nur ein Marketing-Gag? Im EU-Ausland dagegen wird Foto-Ident trotz der bekannten Sicherheitsmängel auch in regulierten Sektoren eingesetzt. So beispielsweise zur Absicherung von Bankkonten bei N26.