Der Diskurs – eigentlich der Mangel daran – in Teilen des deutschsprachigen Twitter–Universum zwischen „Links“ und „Rechts“ ist gespenstisch. Immer stärkere Polarisierung, immer stärkere Abwertung, moralischer Alleinanspruch. Und ich meine nicht die Extremen der beiden Lager.
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Replying to @isabelledaniel
Ich nehme das ganz genau so wahr. Da werden nicht mehr Meinungen sondern Wahrheiten ausgetauscht. Und ein "falsches" Wort und man wird der einen oder anderen Seite zugerechnet. Das zerstört auf Dauer die Demokratie, die ohne Debatte nicht lebensfähig ist.
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Replying to @HeikoHeinisch
Ja, leider. Die Grautöne sind längst verschwunden und das mit der „Wahrheit“ ist tatsächlich ein wesentlicher Punkt. Detto der moralische Anspruch, der per se nur bei einem selbst liege.
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Replying to @isabelledaniel
Ja, Gegner wird moralisch unter Druck gesetzt, argumentieren wird verunmöglicht. Bsp.: kritische Äußerung gegenüber Seenotrettung vor Libyen. Vorwurf: man wolle (!) Menschen ertrinken lassen. Da ist keine Diskussion mehr möglich, denn diese selbst ist per definitionem unmoralisch
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Replying to @HeikoHeinisch
Ich fand die Zuspitzung der Zeit auch nicht richtig – weil Situation in D eh schon polarisiert genug. Aber es ist ein gutes Beispiel, dass gar nicht mehr versucht wurde dagegen zu argumentieren. Weil –Kaffee ins Gesicht schütten – zählt auch bei satiriker nicht als Argument
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Ach. Bei Kaffee ins Gesicht sind Dinge plötzlich nicht mehr verhandelbar? Da darf man doch nicht gleich mit Moral einsteigen. Wie hier der Diskurs verkommt!
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