Zwei Wochen nach dem Amoklauf bei der Capital Gazette schlägt der Chefredakteur des Magazin Titanic vor, Journalisten zu erschießen und einer Autorin das Gesicht mit heißem Wasser zu verbrühen. Und sagt, dann bestimmt das sei ‘Satire’. Nein, das ist Aufruf zum Mord. https://twitter.com/titatimwo/status/1017348896249516032 …
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“Auge um Auge, Zahn um Zahn”. Nach dieser Logik werden wir selbst zu dem was wir eigentlich bekämpfen wollen: unmenschlich. Ich fand die Passagen, die ich bisher aus dem Lau-Text sah auch entsetzlich und halte das Titanic-Spiel mit Mordfantasien dennoch für extrem fahrlässig.
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Muss ich jetzt echt noch Poppers Toleranz-Paradoxon auspacken? „Wer gegen Nazis kämpft, ist selber einer“ ist nicht nur abgelutscht, sondern falsch. Die Titanic hält hier der deutschen Medienlandschaft einen Spiegel vor die Nase. Und die erschrickt sich, weil sie Monster sieht.
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Ja, das ist falsch. Da haben Sie Recht. Und es ist auch nicht, was ich sage. (sondern: Verrohung mit Verrohung zu bekämpfen führt zu was?) Aber lassen wir es. Und: Danke für den Austausch.
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Ich danke auch!
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Erstaunlich, wie schwierig es doch ist, die eigenen Doppelstandards als solche zu erkennen bzw zu ertragen, dass andere sie erkennen. Zuspitzer hier, Zündler dort, Satiriker da: Alle eint der Anspruch "Die Wahrheit"™ zu verkünden mit den durch den Zweck geheiligten Mitteln.
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@DIEZEIT argumentiert, dass man bezüglich der Rettung Ertrinkender eine pro-contra Diskussion führen müsse, weil es darüber unterschiedliche Meinungen gibt.@titatimwo hat erkannt, dass es bzgl. der Erschließung von Zeitmitarbeitern auch versch. Standpunkte gibt. -
Wann führt man diese Diskussion? Im Beisein d Ertrinkenden? Wir diskutieren doch bitte über die Vermeidung der Überquerung des Mittelmeers und nicht etwa, ob man Ertrinkenden hilft oder nicht.
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Falsch,
@DieZeit fragt nicht, verhindern wir Überquerung des Mittelmeers, sie fragt: "Private Helfer retten Flüchtlinge und Migranten im Mittelmeer aus Seenot. Ist das legitim? ODER SOLL MAN DAS LASSEN?" - 5 more replies
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Hmm. Können / dürfen wir zwei menschenverachtende Darstellungen (Zeit/Titanic) gegeneinander aufwiegen? Oder sollten wir?
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Ich habe nicht den Eindruck, dass bei der Titanic irgendjemand die Meinung vertritt, Journalisten sollten ermordet werden, oder das für eine vertretbare Position hält. Im Unterschied zur Zeit, die es ernst meint.
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In der Tat: das Problem mit satirischer Übertreibung ist der (hier offensichtliche) Interpretationsspielraum. Den gibt es beim Zeit-Aufmacher nicht, in der Tat.
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sehr bezeichnend das ein Chefredakteur nicht selbst auf diesen gedanken kommt
Thanks. Twitter will use this to make your timeline better. UndoUndo
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Schön gesagt
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