die rede vom klimabewussten handeln einzelner ist eine diskursive falle. die effekte sind marginal (es brauch systemische antworten. punkt), vor allem spaltet es die bewegung, beschneidet handlungsmöglichkeiten von aktivisten & macht uns über pseudomoralische winkel angreifbar.
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Replying to @mspro @plomlompom
An welchem Punkt ist es subsystemisch, wenn der Grüne für den Automobilkonzern oder die Gaspipeline lobbyiert? Ab welcher Stelle werden vom Universum Fragen gestellt, die sich systemisch beantworten lassen? Oder ist die “Bewegung” vor allem symbolisch?
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Replying to @Plinz @plomlompom
ich will nicht sagen, dass individuelle kritik nicht an bestimmten stellen angebracht ist. zumdem hat auch moral eine systemische ebene und wirkung. aber ich denke, dass der diskurs, wie er derzeit geführt wird, nicht hilfreich ist. die grenze ist fuzzy, klar.
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Replying to @mspro @plomlompom
Du suchst immer noch nach dem globalen moralischen Optimum, oder? Und das liegt am Ende deines derzeitigen Gradienten? Und wenn man all die anderen Leute verbal an den Schultern packt und schüttelt, werden sie ihre fehlerhaften lokalen Optima verlassen und konvergieren?
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Moralität scheint mir eine kognitive Abkürzung zu sein: Ereignisse und Handlungen werden dabei nicht in Bezug auf ihr langfristig vorhersagbares Resultat bewertet, sondern als intrinsisch gut und schlecht betrachtet und durch sozialen Anpassungsdruck synchronisiert.
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Als Ergebnis hat jede Gruppe ihre eigene Moralität. Im besten Falle wird diese Realität von Mythen abgeleitet, die die Führerschaft der Gruppe aufgrund eines tiefen Modells der Realität entwickelt. In vielen Fällen hat die Gruppenführerschaft selbst nur eine mythische Weltsicht.
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Es erscheint mir erstrebenswert, moralische Aussagen durch Wenn-Dann-Bedingungen zu ersetzen, die nur in Abhängigkeit von Evidenz Gültigkeit haben.
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ZB: "Ungleichheit ist ungerecht, also sollten Produktionsmittel vergesellschaftet werden" oder "Enteignung ist ungerecht, also sollten Produktionsmittel privat bleiben" vs. konkretes ökonomisches Modell: Besitzregelungen -> (Produktivität, Medianeinkommen, Ressourcenallokation).
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Beispiel für Mythen sind die Utopie der egalitären Gesellschaft vs. Utopie der Ancap-Gesellschaft, die beide durch Extrapolation einer moralischen Intuition entstehen, aber empirisch nicht zu funktionieren scheinen.
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