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Natascha Strobl
@Natascha_Strobl
Politikwissenschaftlerin, Autorin, Analytikerin, Publizistin #NatsAnalyse Englischer Account: twitter.com/Nat_Strobl_eng
JournalistWien, Österreichnatsanalysen.atJoined April 2009

Natascha Strobl’s Tweets

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Danke an Alle, dir mir jetzt neu folgen. Es ehrt mich und ich versuche den Ansprüchen gerecht zu werden. Ich schreib viel zu Rechtsextremismus, Faschismus und sowas. Aber ich lüg euch nicht an, ich hab eine hohe Quote an Fußball- und X-Files-Tweets dabei, ich kann nicht anders.
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Haargenau das und noch viel mehr gibt es übrigens aktuell im neuen Buch von und mir. Michi hat hunderte Grafiken, Zahlen, Daten zusammen getragen und ich schau mir die Rhetorik an. Bezogen auf Österreich aber Prinzip überall gleich.
Mazohl/Strobl - Klassenkampf von oben
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Hohe Erbschaften zu besteuern hat nichts mit dem Elternhaus in Villach zu tun und viel damit, dass die reichsten 1 % der Bevölkerung ohne Leistung Generation um Generation Vermögen vererbt bekommen. Agitation gegen Erbschaftssteuern ist praktizierter Klassenkampf von oben.
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Für 90% der Bevölkerung ist es völlig unwahrscheinlich, dass sie substantiell erben werden, geschweige denn in die Nähe der 1 Millionen Euro-Grenze kommen, ab der Erbschaftssteuer schlagend wäre. Im Gegenteil: es ist wahrscheinlicher Schulden zu erben als große Vermögen.
Wahrscheinlichkeit für Erbschaften: 
Reichste 1%: ca 70%
Reichste 10%: knapp 65%
Unterste 90%: knapp 35%
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Das Elternhaus-Problem ist ein ausgedachtes Schreckgespenst, um davon abzulenken wer wirklich v der fehlenden Erbschaftssteuer profitiert: das obere Prozent der Bevölkerung. Die anderen haben im Schnitt keine solchen Erbschaften. Quelle: Strobl/Mazohl - Klassenkampf von oben 2022
Durchschnittliche Höhe Erbschaften 
Reichste Prozent: über 3 mill 
Reichste 10%: unter 1 Mill
Untere 90%: knapp über 0
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Möglichkeit 3: Sie zieht nicht ein und vermietet auch nicht, dann soll sie völlig richtig selbst dazu schauen, wie sie sich den Leerstand leisten will. Möglichkeit 4: Ferienwhg verkaufen und/oder vermieten.
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Das Haus für 1,5 Millionen wird wohl eine Wohnfläche von mindestens 150m^2 haben. Plus der tolle Garten. Kann man gut 12€/m^2 rechnen. Das heißt Mieteinnahmen von 2467€/Monat. Gegenüber Kredit 1242€. Macht ein Plus von 1225€. Sehr konservativ gerechnet. Plus Ferienwhg!
Mietpreise 10,7m^2
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Möglichkeit 2: Sie möchte in ihrer Wohnung bleiben und das Haus vermieten, Erbschaftssteuer wird fällig. Mit der Sicherheit einer 1,5 Millionen Immobilie wird es nicht schwer sein einen Kredit zu bekommen. Das schaut vlt so aus:
Kredit 125.000€ Fixzins 1242€ pro Monat 10 Jahre
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Magischerweise hat sie sogar verschiedene Möglichkeiten. Möglichkeit 1: Sie zieht selbst in das Haus, in eigentlich allen Modellen von Erbschaftssteuern entfällt sie, wenn die Immobilie selbst bewohnt wird. Zack, Elternhaus gerettet. Von 850€ Miete auf 0 Miete.
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Sie erbt also nun das 1,5 Millionen Elternhaus und muss, gäbe es eine Erbschaftssteuer, 125.000€ zahlen. Schock, zur Trauer auch noch so ein Patzen Geld, den sie nicht am Konto hat. Kann sie das Erbe nicht antreten? Wurde sie in der Trauer auch noch ihres Elternhauses beraubt?
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Rechnen wir uns das Beispiel kurz durch. Sagen wir Hannah wohnt aktuell in Villach, wo sie auch arbeitet. Sagen wir, sie hat noch einen besseren Mietvertrag als die aktuellen Mieten sind. Sagen wir sie wohnt auf 70m^2 und zahlt 850€.
Whg 84,5 m^2 1386,86
Whg 75,11m^2 999,7€
Whg 94,6m^2 1138€
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Mit dieser Agitation werden aber die Privilegien der reichsten Erben geschützt, die Generation um Generation hunderte Millionen weiter geben, ohne irgendwie besteuert zu werden in Österreich. Leistungsloseres Einkommen ist kaum möglich.
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Das ist das klassische „Elternhaus“-Argument und die schärfste Waffe in der Agitation gegen die Erbschaftssteuer. Gleich neben den „Familienbetrieben“. Weil man sofort so eine nette Familie vor Augen hat, die plötzlich vor dem Nichts steht.
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Fangen wir bei Rhetorik an. Es ist so lustig, dass die, die anderen Moralismus vorwerfen selbst nur so davon triefen. Eine Volksschullehrerin, die so lieb mit kleinen Kindern arbeitet, wird ihres Elternhauses beraubt - wer kann da dafür sein? Ohne durchzurechnen ist man dagegen.
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Klassenkampf von oben: Fiktive Horrorszenarien gegen die Erbschaftssteuer. Eine wohlschaffende Volksschullehrerin kann sich ihr Erbe nicht mehr leisten, schlimmer noch: sie wird aus ihrem Elternhaus vertrieben. Kurzer Thread 👇
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Beispiel 1: Hannah, Anfang 30, Volksschullehrerin, erbt das Haus ihrer Eltern, indem sie aufwuchs, mit großem Garten am Stadtrand von Villach inkl. einer kleinen Ferienwohnung am Faakersee. Gesamtvolumen: 1.500.000€ Sie muss nun 125.000€ Erbschaftssteuer bezahlen.
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Was für ein tolles Projekt - bitte lest euch den Thread durch. Birgit ist halt einer der Politikerinnen, die sinnvolle und wichtige Arbeit macht nach dem Ausscheiden aus der Politik. Bitte unterstützt sie dabei (Spendenaufruf für Archiv von KZ-Überlebenden weiter unten👇 )
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Ein etwas anderer Spendenaufruf (Thread) 2023. Irgendwer erklärt gerade, wie Wien nicht zu sein hätte und wer hier (nicht) leben soll. Sie sprechen Menschen ab, Teil unserer Gesellschaft zu sein. Und wir wissen, diese Waldhäusls sind austauschbar. (1/17)
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Why does British Gas - who’s profits are up by 700% - go to the courts for warrants to break into the homes of the poorest (in the middle of a cost-of-living crisis) & then force-fit prepayment meters, which leave their customers cold & unable to cook? What drives that behaviour?
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Ich bin nicht ins GRG Laaerberg gegangen, aber in eine Schule ganz in der Nähe im selben Bezirk. Wären alle Kids mit Migrationshintergrund nicht da gewesen, die Hälfte der Schüler_innen wäre nicht da gewesen. Mich schüttelt es bei so geiferndem Rassismus.
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Das ist so schlimm - den Schüler_innen direkt zu sagen, dass wegen ihnen Wien angeblich nicht mehr Wien ist. Kindern und Jugendlichen sagen, dass sie auf Grund ihrer Eltern unerwünscht sind. Das ist so niederträchtig. Zumal Wien Wien ist, weil es immerschon v Migration gelebt hat
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Der und ich stellen morgen unser Buch „Klassenkampf von oben“ in Wien vor. Ich versuche bis dahin gesund zu werden und würde mich freuen viele von euch zu sehen.
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Reminder: Morgen, 2. 2. ab 19:00 Uhr im Thalia Wien Mitte – @Natascha_Strobl und ich stellen unser Buch „Klassenkampf von oben“ vor. Es moderiert @danibrodesser. thalia.at/shop/home/vera
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